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Vorteile mobiler Lernumgebungen |
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Ein alltägliches Beispiel Während des Essens schenkt sich die dreijährige Lina ein Getränk ein. Dieser Bewegungsablauf ist jedoch noch nicht angemessen ausgebildet, so dass ihr das Glas überläuft. Etwas erschrocken und unsicher greift sie in den Wischeimer, um das Missgeschick zu entfernen. In ihrer Handlungsplanung ist „das Auswringen des Lappens“ jedoch noch nicht fest verankert, was zu einer noch größeren Überschwemmung führt. Der Schlüssel zum Erfolg Mobile selbstbildende Lernumgebungen bieten den Kindern gezielt die Möglichkeit sich konzentriert und in Ruhe mit einem Thema ihrer Wahl zu beschäftigen und das unabhängig vom Alter, Entwicklungsstand und Lerntempo eines Kindes. Einer der wichtigsten Hauptpfeiler in einer selbstbildenden Lernumgebung ist das Material. Es muss das Interesse der Kinder wecken, um die Grundvoraussetzung allen Lernens zu schaffen: „Das Erreichen von Konzentration und Ausdauer durch intrinsische Motivation.“ Insbesondere reizoffene Kinder haben häufig Probleme, sich einem Thema zu widmen, da sie durch äußere Reize abgelenkt werden und somit nicht ins konzentrierte Handeln geraten. Hierzu bietet die vorbereitete Umgebung mit ihren geschaffenen Einzelarbeitsplätzen einen besonderen Raum das konzentrierte Lernen zu ermöglichen. Die Vorteile
Themenbereiche den Bedürfnissen der Kinder entsprechend eingerichtet
Lina und die anderen Kinder der Gruppe fanden in den Regalen der Nische ausgesuchte sensomotorische Materialien, die ihnen das selbsttätige Erweitern von lebenspraktischen Fähigkeiten ermöglichte. Zudem wurden zwei Einzelarbeitsplätze mit kleinen Tischen geschaffen, die an jeder Wand standen. Die Tabletts, mit denen sich Lina wochenlang und konzentriert beschäftigte, bestanden aus verschiedenen Flaschen mit unterschiedlichen Füllmaterialien (Wasser, Sand, Reis) und Füllbehältern mit unterschiedlichen Öffnungen (Becher und Trichter). So konnte sie spielerisch und selbsttätig ihre Fachkompetenzen im lebenspraktischen Bereich erweitern und unbewusst ihre motorischen Kompetenzen und kinästhetischen Fähigkeiten trainieren. Als Herausforderung gab es Tabletts mit Füllbehälter auf denen Maßangaben gemacht wurden. Hier durfte Lina zu einem späteren selbstgewählten Zeitpunkt üben, das Wasser exakt bis zum Strich einzufüllen. Ein Eimer mit Wasser, der das selbstständige Auswringen eines Lappens ermöglicht, war ebenso in diesen Themenbereich zu finden. Diesen benötigte Lena aber schon nach kurzer Zeit nicht mehr, wenn sie sich etwas zu Trinken einschenkte. Die Umsetzung im Gruppenraum Im Beispiel von Lina hat die Pädagogin in ihrer Gruppe eine Nische geschaffen, in der Lina ihre lebenspraktischen Fähigkeiten üben und verfeinern durfte.
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